Kaum an der Macht lässt Trump seinen, im Wahlkampf ausgerufenen Phrasen, die ersten Taten folgen. So zeichnete er jüngst ein Dokument, welche die Einreise für Menschen aus bestimmten Herkunftsländern, erschwert. Interessanterweise sind alle dieser Länder überwiegend bevölkert von Muslime und daraus ergab sich der Schluss, dass er tatsächlich den angepriesenen Bann der Muslime durchgesetzt hat.

Zwar konnte er diesen nicht so betiteln, da ein solcher Schritt selbst in den USA schnell zu einigem Unwohl hätte führen können. Zum anderen ist eine Benachteiligung aufgrund von Religion und Rasse strafbar. Dennoch, mit seiner selektierten Ausgrenzung eben jener muslimischen Länder, hatte er sein Ziel kurzfristig erreicht.

Doch führt ein solcher Bann direkt zu mehr Sicherheit? Wohl kaum. Die Grenzkontrollen der Vereinigten Staaten sind ohnehin schon scharf und insbesondere Einreisende aus potentiellen Konfliktländern werden noch schärfer unter die Lupe genommen. Ein flächendeckender Bann hat da kaum Auswirkungen.

Zudem wird schnell vergessen, welche Muslime zum Hauptteil aus diesen Ländern einreisen. Es sind im Hauptteil keine Flüchtlinge oder gemeingefährliche Terroristen. Vielmehr kommen Geschäftsleute und Touristen in die Staaten und mit Ihnen das Geld. Grenzt man diese aus, werden jene Geldquellen versiegen. Nicht nur kurzfristig, sondern mit weiteren Aussagen oder Taten dieser Art, wird man für lange Zeit die Beziehungen schädigen.

Ein weiteres Augenmerk liegt auf den Menschen, die zwar muslimischer Abstammung sind, jedoch seit Jahren eine Greencard oder gar einen amerikanischen Pass besitzen. Dieser Zielgruppe ist nicht klar zu machen, warum sie an einer Einreise in ihr Heimatland binnen kürzester Zeit gehindert werden sollen. Dieser Umstand trifft auch einige der Topunternehmen wie Google, Apple oder Facebook. Vieler ihrer besten Mitarbeiter kommen aus dem nahen Osten und Google hat als direkte Antwort auf den Bann, ein Schreiben an seine Mitarbeiter aufgesetzt, dass diese unverzüglich in die USA zurückberufen hat.

Die Reaktionen von Facebook und Apple waren offene Briefe an Mitarbeiter und die Versicherung, dass man ein solches Streben nach Abgrenzung nicht tolerieren wird.

Auch die Reaktionen der Bevölkerung waren in der breiten Masse gegen das Gesetz und nach kurzer Zeit hat ein Richter die Auflösung des Banns durchgesetzt.

Wohlwollend haben nur jene darauf reagiert, die für eine Abschottung sind und im Nahen Osten nichts als Gewalt und Terror sehen. Eben jene Gruppe wollte Trump mit großer Wahrscheinlichkeit besänftigen und aufzeigen, dass er seinen Wahlversprechen in kürzester Zeit Rechnung zollt. Was davon bleibt ist eine noch größere Kluft zwischen Befürwortern seiner Tat und Menschen die diese als Verstoß gegen Menschenrechte sehen. Es bleibt abzuwarten wie die Wirtschaft darauf, auf lange Sicht gesehen, reagieren wird. Der Dow Jones gab jedenfalls direkt nach, da viele Anleger befürchteten, dass dieser Bann zu schwerwiegenden Folgen bei wichtigen Wirtschaftsbeziehungen wie beispielsweise den Ölimporten führen wird. Daran ließ sich auch feststellen, bis wohin der rechte Flügel wirklich reicht. Geht es ums Geld, ist schnell egal woher dieses stammt oder welche religiösen Werte dahinter stehen.

Nun bleibt nur abzuwarten und zu sehen, inwieweit der erste Stopp des Banns aufrechterhalten werden kann, oder welche Wege die Regierung Trump findet, um genau an diesen vorbei zu kommen.