Wie man über Politische Themen redet, ohne in einen Streit zu geraten!

Jeder von uns hat mit Sicherheit schon einige Diskussionen in seinem Leben geführt und dabei kann es auch sein, dass die ein andere anders abgelaufen ist, als man es sich gedacht hat und man im Streit auseinander gegangen ist. Um diese Situation in Zukunft zu vermeiden haben wir hier ein paar hilfreiche Tipps zusammengestellt, die dabei helfen sollen eine politische Diskussion für beide Seiten angenehmer zu gestalten.

1. Andere Meinungen akzeptieren Im Leben geht es fast immer um Geben und Nehmen. Genauso kann dies auch bei einer politischen Diskussion ablaufen. Gib dem Anderen einen Einblick in deine Meinung, doch akzeptiere auch du die Meinung der anderen. Nimm dir genauso viel Zeit um dir die Gedanken Anderer anzuhören, wie du erwartest, dass Andere sich die Zeit für dich nehmen. Selbst, wenn du danach noch immer einer anderen Meinung bist, versuche wirklich die Seite deines Gegenüber zu verstehen. Durch einen politischen Austausch können beide Parteien mehr Erfahrung generieren und neue Einblicke, in ein bestimmtes Thema gewinnen.

2. Vermeide Verurteilungen Um einen Streit für eine bevorstehende politische Diskussion von Beginn an zu vermeiden, gib dem Anderen nicht das Gefühl, du würdest ihn für seine Meinung verurteilen, bevor du überhaupt weißt, wie er über ein Thema im Detail denkt. Verspürt die andere Seite das Gefühl, es wäre sowieso egal, was er oder sie überhaupt zu dem Thema zu sagen hat, könnte dies zu sofortigen Spannungen führen, bevor die Diskussion überhaupt angefangen hat.

3. Verständnis Vertrauen zwischen Menschen basiert immer auf gegenseitigem Verständnis. Was wären denn zwischenmenschliche Beziehungen ohne Vertrauen? Denke mal darüber nach! Du wirst ganz schnell merken, das ohne Vertrauen und Verständnis kaum etwas funktioniert. Die meisten politischen Meinungen entstehen nicht einfach so, sondern meistens durch persönliche Erfahrungen. Oft reichen schon leere Versprechungen eines amtierenden Politikers aus, um enttäuscht zu sein oder sich persönlich angegriffen zu fühlen. Trägt man diese Gefühle in die Diskussion mit hinein kann es passieren, dass das Gespräch genauso schnell vorbei ist, wie es angefangen hat. Lass Gefühle erst einmal außen vor und höre dir an, ob andere die Worte des Politikers nicht vielleicht anders interpretiert haben. Du wirst merken, wie viel besser eure Diskussion dadurch ablaufen kann.

4. Respektiere den Standpunkt des anderen Nur weil du jemandem Respekt für eine andere Meinung aufweist, heißt das nicht, dass du genau den gleichen Standpunkt zu diesem Thema vertreten musst. Sich gegenseitig zu respektieren und andere Meinungen zu akzeptieren ist eine sehr wichtige Eigenschaft zwischen zwei Menschen. Denke immer daran, dass du genauso Respekt und Akzeptanz von anderen für deine Meinung erwartest. Schließlich findet man immer einen Weg, seinen Standpunkt respektvoll an die andere Person zu übermitteln.

5. Gemeinsamkeiten entdecken Nur weil Menschen verschiedene Meinungen haben und andere Standpunkte vertreten heißt das nicht, dass sie nicht z.B. die gleichen Wünsche oder Hoffnungen haben. Vielleicht findest du beim Austausch mit anderen etwas, das euch verbindet und euch somit selbst bei einem schwierigen, politischen Thema doch näher zusammenbringt. Um das zu erreichen, solltest du nicht schon vorab nur an deiner eigenen Meinung festhalten, sondern auch offen für neue Anregungen sein.

Aus der Geschichte lernt man – Oder etwa nicht?

Den gleichen Fehler gleich zwei Mal zu machen, erscheint vielen absurd und doch zeigt ein Blick in die Geschichtsbücher und der darauf folgende Blick unserer Zeit, dass wir nicht aus allen Fehlern gelernt haben.

Eins der jüngsten, geschichtlich fundamentalen Ereignisse ist erst rund 80 Jahre alt und doch scheint es fast so, als hätten wir so vieles aus dieser Zeit vergessen. Der zweite Weltkrieg hat mit seinem Schrecken und seiner Brutalität viele erschüttert und der Faschismus erreichte ein unvorstellbares Maß. Doch vielerorts scheinen sie fast schon vergessen, die Taten und die Folgen. Es wird sich eingemauert und alles bekämpft, was nur ein wenig anders daher kommt, als man selbst ist. In Deutschland erlebte die AfD einen raschen Aufschwung, die Engländer kehren der EU den Rücken, in Frankreich gewinnt der rechte Flügel immer mehr an Fahrt und die Amerikaner haben einen Präsidenten ernannt, der seinen Fremdenhass stolz nach außen trägt.

Randparteien haben den Weg in die Mitte der Bevölkerung geschafft und sähen dort mit Unwahrheiten und Angst, den Boden ihrer nächsten Wahl.

Und wirtschaftlich? Wenn wir es schon nicht gelernt haben, dass Fremdenhass und Patriotismus einer Einbahnstraße gleicht, so haben wir doch gewiss gelernt was es heißt, nachhaltig zu wirtschaften. Nun, um diesem Irrtum auf die Schliche zu kommen, müssen wir nicht einmal 80 Jahre in der Zeit zurück gehen. Wenngleich es auch 1920 schon einmal richtig geknallt hat, bekamen wir 2008-2009 einen kleinen Vorgeschmack auf das, was es heißt wenn die Börse schwankt. Es wurde spekuliert und gezockt und Gehälter ausgeschüttet wie es sie noch nie gab und immer darauf vertraut, dass der Markt es schon regeln wird. Dass die Wirtschaft nur eine Richtung kennt – nach oben. Und dann? Dann zeigte die Wirtschaft einmal mehr was es heißt, wenn man auf eine Blase setzt. Anleger verloren ihr Geld, Häuser wurden gepfändet und einige, die richtige gesetzt hatten, wurden noch reicher. Ob wir dieses mal daraus lernen? Ob wir dieses mal lernen nicht auf das zu vertrauen was Menschen mit unglaublichem Kapital als sichere Anlage sehen? Die Gier scheint stets ein stummer Begleiter zu sein.

Doch scheinen auch eben jene Politiker und Geschäftsleute sich nicht an die Geschichte entsinnen zu können. Vielleicht haben sie vergessen, zu was ein Volk in der Lage ist, wenn man es nur lang genug unterdrückt. Wenn es arbeiten muss nur um Schulden zu bezahlen die mit jedem Jahr steigen. Vielleicht sollte man ihnen die französische Revolution zu lesen geben. Einige Jahre her, gewiss, doch so aktuell wie vllt. noch nie. Überall fühlt man den Unmut. Rechte Parteien gewinnen nicht nur deswegen an Macht, weil die Menschen Ausländer so fürchten, sondern gewiss auch deswegen, da viele einen Hass auf die Politiker und das System haben. Protestwähler nennt man sie heute. Erhoffen sie sich wahrhaftig einen Umschwung von Parteien die in ihren Wahlprogrammen geschrieben stehen haben, dass Frauen in die Küche gehören? Wissen sie es überhaupt?

Es wird allmählich Zeit, die Geschichtsbücher aufzuschlagen und sich einige Kapitel in Erinnerung zu rufen. Ganz gewiss findet man darin noch mehr Parallelen die man ziehen kann und mit Sicherheit ist es schon lange an der Zeit, dass wir aus Fehlern alter Tage lernen.